Suchst du noch, oder wohnst du schon? – Wohnmöglichkeiten für Studierende im Überblick

Die Wohnungssuche ist für viele Studienanfänger*innen eine große Herausforderung. Kein Wunder bei dem jährlich im Sommer überlaufenden Wohnungsmarkt in Studierendenstädten. Hier geben wir dir einen Überblick über Wohnmöglichkeiten und wo du bleiben kannst, wenn du zum Semesterstart noch keine Unterkunft gefunden hast!

Deine eigenen vier Wände

Am naheliegendsten und beliebtesten unter Studierenden ist die erste eigene Wohnung. Hier kann man sein neues Zuhause nach den eigenen Vorstellungen gestalten, du musst keine Rücksicht auf mögliche Mitbewohner*innen nehmen und die Sauberkeit der Küche liegt in deiner Hand. Hört sich super an, oder?

Allerdings ist eine geeignete Wohnung zu finden besonders in Unistädten leichter gesagt als getan. Deswegen solltest du dir vorab einige Fragen stellen, um dir über deine Erwartungen an dein neues Zuhause klar zu werden: Möchtest du in der Nähe der Uni oder der Innenstadt wohnen? Wie groß soll die Wohnung mindestens sein? Oder nimmst du für eine geringere Miete eine weitere Anfahrt in Kauf? Und vor allem: Möchtest du überhaupt alleine wohnen?

Vielleicht findest du in deiner WG Freunde für das Leben (Bild: Pricilla du preez via unsplash)

Deine neue Familie – die WG

Wenn du die letzte Frage mit „Nein“ beantwortet hast, passt eine Wohngemeinschaft vielleicht besser zu dir! So kannst du immer noch in einer gemütlichen Wohnung leben, ohne dabei komplett auf dich allein gestellt zu sein.

Denn hier kannst du direkt bei deiner Ankunft in deiner neuen Stadt Leute kennenlernen. Bestimmt kennen sie auch schon den einen oder anderen Geheimtipp der Stadt. Dabei gibt es WGs die viel Wert auf gemeinsame Aktivitäten legen, aber auch sogenannte „Zweck-WGs“, in denen man zusammenwohnt, aber ansonsten nicht viel miteinander unternimmt. Durch das Teilen der Miete und anderer Kosten, kannst du so schließlich ebenfalls eine günstigere Unterkunft finden. Welche Art von WG besser zu dir passt, musst du allerdings für dich selbst entdecken.

Eine erste Anlaufstelle für deine Suche nach einer Wohnung oder nach WGs sind Webseiten wie oder die Wohnungsbörse deiner Universität oder Hochschule.

Die Alleskönner – Studierendenwohnheime

Die größte Vielfalt an Wohnmöglichkeiten bieten dir allerdings Wohnheime. Egal ob Einzelappartment, Wohnung, eine kleine oder eine große WG – je nach Studienort findest du hier alles! Die erste Anlaufstelle sind dabei besonders die Wohnheime der Studierendenwerke.

Und vor allem bei diesen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Da Wohnheime der Studierendenwerke zumeist günstiger sind und noch dazu eine gute Lage haben, sind die raren Plätze auch dementsprechend beliebt. Sofern du also nicht notfalls paar Wochen oder gar Monate pendeln kannst, solltest du dich frühzeitig auf eines der begehrten Zimmer bewerben. Besonders in Großstädten kann die Warteliste äußerst lang werden. Dafür hast du hier die Chance bei Partys, Filmabenden und Co. viele neue Leute zu treffen.

Oftmals gibt es außerdem Wohnheime, die in privater Trägerschaft sind. Schau dich also auch bei kommerziellen oder kirchlich getragenen Wohnheimen um.

In Studierendenwohnheimen findest du unterschiedlichste Wohnmöglichkeiten (Bild: Andrew Neel via Pexels)

Eine WG der besonderen Art – Wohnen für Hilfe

Im Austausch gegen Mithilfe im Haus oder im Garten günstiger wohnen? Das ist das Konzept des recht neuen Wohnmodells „Wohnen für Hilfe“. Wie in einer WG lebst du hier mit anderen Personen, zum Beispiel Senior*innen oder Familien, zusammen. Deine Miete zahlst du jedoch nicht ausschließlich mit Geld, sondern mit deinem Tatendrang. Die Personen, bei denen du einziehst, schreiben bereits in das Mietangebot, in welchen Ecken sie deine Hilfe benötigen. Hierbei gilt im Normalfall, für einen Quadratmeter Wohnraum hilfst du für eine Stunde im Monat mit. Ähnlich wie bei einer WG hast du hier den Vorteil, direkt Leute in deiner neuen Stadt kennenzulernen, die dich besonders in den ersten Wochen unterstützen können.

Nichts gefunden? Vorübergehende Notfalllösungen!

Wenn du zum Semesterbeginn keine Unterkunft gefunden hast und auch nicht pendeln kannst, brauchst du eine Übergangslösung. Ein AirBnB Zimmer oder ein freies Bett in der Jugendherberge sind günstige Alternativen zu Hotels. Im Internet findest du zudem Angebote wie „Wohnen auf Zeit“ oder WG-Zimmer, die zur Zwischenmiete freistehen.

Natürlich kennen auch die Hochschulen das Wohnraumproblem, wodurch diese oftmals Couchsurfing oder Notfallunterkünfte für die erste Zeit anbieten. Bist du erst einmal vor Ort, kannst du spontaner zu der ein oder anderen Wohnungs- oder WG-Besichtigung gehen und so dann doch noch dein neues Zuhause finden.

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